Wir Freiheitliche unterstützen die unten angeführte Online-Petition zum Erhalt der Grünflächen im Kufsteiner Stadtpark. Als Argumentation dazu wollen wir euch den Stadtmagazin-Artikel unseres Gemeinderates und Vorsitzenden des zuständigen Ausschusses für Fachhochschule und Internationale Schule, Christofer Ranzmaier zur Kenntnis bringen – hier steht nämlich nicht nur ein Teil der letzten Grünflächen in der Kufsteiner Innenstadt, sondern darüber hinaus auch die Glaubwürdigkeit der Kufsteiner Stadtpolitik auf dem Spiel, und gerade diese darf man nicht leichtfertig über Bord werfen!

FH-Ausbau wird zur Gretchenfrage der Kufsteiner Stadtpolitik

 

Die Fachhochschule hat sich in den vergangenen Jahren – nicht zuletzt durch den vorbildlichen und viel zu wenig gewürdigten Einsatz der Stiftungsräte Dr. Siegfried Dillersberger, Bmstr. Ing. Hans Treichl & DDr. Herwig van Staa – prächtig entwickelt, was Kufstein neben internationalem Renommee und dem plakativen Titel „Fachhochschulstadt“ mit knapp 2.000 Studenten einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor gebracht hat. Es gilt, um die Konkurrenzfähigkeit der FH auch in Zukunft gewährleisten zu können, diese stetig weiterzuentwickeln, was jedoch politisch eine unstrittige Frage ist, weil sich hierzu alle Fraktionen im Gemeinderat bekennen.

 

Strittig ist jedoch die Standortfrage für diese Weiterentwicklung. Nachdem im Wahlkampf noch alle Fraktionen im Chor „keine FH-Erweiterung im Stadtpark“ ertönen ließen, gibt es ein halbes Jahr später mit der Bürgermeisterfraktion offenbar einen ersten Umfaller und es bleibt nur zu hoffen, dass sich kein zweiter hinzugesellt. Schlussendlich steht hier nämlich mehr auf dem Spiel als eine der letzten verbleibenden Grünflächen im Zentrum der Stadt. Fällt man nun wirklich um, muss man sich die Frage, wie’s die Politik mit der Glaubwürdigkeit hält, gefallen lassen und braucht sich über ein galoppierendes Voranschreiten der Politikverdrossenheit nicht mehr wundern. Wenn wir Politiker unseren Wählern Versprechungen machen, dann sollte es im Bereich des Möglichen sein, dass man sich zumindest eine Periode daran gebunden fühlt. Wir Freiheitliche stehen nach wie vor zu dem, was wir im Februar versprochen haben, weshalb es von uns für einen FH-Erweiterungsbau im Stadtpark mit Sicherheit auch keine Zustimmung geben wird.

 

Vielmehr gilt es, Alternativen dazu zu suchen, wo man von einer Aufstockung der bisherigen Bausubstanz bis hin zu Möglichkeiten in der direkten Umgebung, alles diskutieren muss. Sollten auch Sie Ideen dazu haben, stehe ich unter christofer.ranzmaier@fpoe-gkl.tirol bzw. 0676 6554964 jederzeit für Anregungen zur Verfügung.

Wenn nun also dieses Projekt, wie von den Projektbefürwortern dargestellt, wirklich alternativlos sein sollte, dann muss die Stadtpolitik – allen voran der Bürgermeister – die Bevölkerung in dieser Frage abstimmen lassen. Es kann nicht sein, dass vor 9 Monaten unter der Prämisse, dass der Stadtpark unangetastet bleibt, Wählerstimmen gesammelt werden, und kein Jahr später sich plötzlich alle Voraussetzungen geändert haben sollen, weshalb der Bau nun doch am Stadtparkareal durchgeführt werden muss. Wenn der Bau wirklich so viele Vorteile mit sich bringt, und sich die Grundvoraussetzungen tatsächlich so sehr geändert haben, wie es die Projektbefürworter bzw. die Projektwerber in den Raum stellen, so wird man wohl keine Angst davor haben, die Bevölkerung mit Argumenten auf seine Seite zu holen.

Wir fordern vom Bürgermeister weiterhin die Einleitung einer Volksbefragung in dieser Sache! So einfach können wir nach nur 10 Monaten unsere dem Wähler gegebenen Versprechen nicht über Bord werfen!